Projektbeispiele (anonymisiert)
Aus Vertraulichkeitsgründen anonymisiert – typische Beispiele aus unserer Praxis.
Harmonisierung QM nach Standortzukauf (Chemische Industrie)
Nach einem Zukauf gab es an mehreren Standorten ähnliche QM-Prozesse – aber mit genug Abweichungen, dass Audits, Abstimmungen und die Systempflege unnötig Zeit gebunden haben.
Rahmen: 5 Standorte, 14 Wochen, Projektleitung + Schulung der QM-Ansprechpartner.
- Prozesse, Nachweise und Verantwortlichkeiten je Standort aufgenommen
- Bewährte Elemente zusammengeführt und Doppelarbeit gestrichen
- Gemeinsame Struktur aufgebaut (Prozesse, Rollen, Dokumentenlogik)
- QM-Ansprechpartner geschult, damit das System im Alltag getragen wird
Ergebnis: Ein einheitliches QM-System über mehrere Standorte – mit standortübergreifendem Auditansatz (Matrix-Logik) für interne und externe Audits. Weniger Abstimmungsaufwand, klarere Verantwortlichkeiten, schlankere Auditvorbereitung.
Digitalisierung
Produktions, QS-Daten und Reklamationen waren verteilt, Auswertungen aufwändig und teils noch papierbasiert. Entscheidungen waren möglich – aber nicht schnell genug.
Rahmen: 2 Standorte, >10 Produktionslinien, 30 Wochen, Projektleitung
- Datenmodell + Datenbankstruktur aufgebaut (saubere Stammdaten/Struktur statt „Excel-Wildwuchs“).
- KPIs und Auswertungen zentral definiert (was zählt wirklich – und warum).
- Reklamationsprozess inkl. 8D-Logik durchgezogen:
- Eingang
- Bewertung
- Ursachen
- Maßnahmen
- Wirksamkeit.
- Schnittstellen zu bestehenden Systemen/ERP berücksichtigt, wo es sinnvoll war.
Ergebnis: Konsistente Datenbasis, schnelleres Reporting und ein Reklamationsprozess, der im Audit nachvollziehbar ist.
IMS-Aufbau (ISO 9001) mit VDA-Anforderungen in der Entwicklung
Ausgangslage: ISO 9001 war vorhanden, aber in der Entwicklung mussten zusätzlich VDA-relevante Anforderungen sauber nachweisbar werden – inkl. Kundenaudits.
- Entwicklungsprozess so strukturiert, dass Planung, Reviews, Änderungen sowie Verifikation/Validierung nachvollziehbar sind.
- Rollen und Schnittstellen klar gezogen (wer entscheidet, wer prüft, wer dokumentiert).
- Verantwortliche befähigt, damit die Nachweise im Alltag entstehen, nicht erst kurz vor dem Audit.
Ergebnis: Auditfähige Entwicklungslenkung, die Kundenerwartungen erfüllt, ohne den Prozess unnötig schwer zu machen.
Behördliche Auflagen / Gewerbeaufsicht:
Stabilisierung & umsetzbarer Maßnahmenplan
Ein mittelständischer Betrieb stand im Arbeitsschutz kurzfristig unter Druck: Fristen, offene Punkte, interne Unruhe und keine klare Linie, was zuerst erledigt werden muss.
- Zuerst sortiert: Risiko, Fristen, Zuständigkeiten, Sofortmaßnahmen.
- Realistischen Maßnahmenplan erstellt, inkl. Terminierung, Nachweisführung und klarer Verantwortlichkeiten.
- Kommunikation so aufgesetzt, dass der Betrieb arbeitsfähig bleibt und Punkte konsequent abgearbeitet werden.
Ergebnis: Sichtbarer Fortschritt, belastbare Dokumentation und eine Lösung, die im Alltag funktioniert – nicht nur „für die Akte“.
